Kommunale Gesundheitsförderung

Kommunale Gesundheitsförderung

Bisherige Projekte zielten häufig auf die Vernetzung bereits vorhandener Akteure in kommunalen Lebenswelten, durch deren zielgruppenorientierten, bedarfsgerechten und vor allem unbürokratischen Austausch vielfach schon erhebliche Verbesserungen der Situation erzielt wurden. Vernetzungsprojekte stoßen jedoch häufig dann an ihre Grenzen, wenn es um die Umsetzung konkreter Maßnahmen geht, insbesondere wenn dafür ungeplante finanzielle Ressourcen erforderlich sind.

Ein wichtiger Lösungsansatz ist es für uns daher, die Projektgeber im kommunalen Bereich enger zu vernetzen. So gelingt es, auch kleinteilige und operative Projektaktivitäten im kommunalen Bereich so zu verbinden, dass sie auf Maßnahmen in Betrieben, Schulen und Kitas abgestimmt werden.

Dafür eignen sich vergleichsweise gut abgegrenzte Sozialräume mit einer betont mittelständischen und kleinbetrieblichen Wirtschaftsstruktur. Die engagierte Unterstützung durch die kommunalpolitischen Entscheidungsträger ist hierbei allerdings eine wichtige Voraussetzung. Durch unsere Erfahrungen und weitreichende Vernetzung unterstützen wir Sie aktiv darin, die richtigen Ansprechpartner zu finden und motiviert in den gemeinsamen Veränderungsprozess einzubinden.

Mit seinem als „Good practice“  ausgezeichneten kommunalen Projekt „Gesund sind wir stark!“ betreibt das ZAGG seit 2006 erfolgreich Gesundheitsförderung in Stadtteilen. Zielgruppe sind junge Familien, aber auch alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner sozial benachteiligter Stadtteile Berlins. Ziel ist es, Gesundheitsinformationen, Alltagswissen in Stadtteile zu tragen, die in diesen Stadtteilen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen, aber auch für ein Gesundbleiben von Erwachsenen nicht ausreichend vorhanden sind. Dafür werden ganz normale Bürgerinnen und Bürger, ehrenamtlich Tätige und im Stadtteil beruflich Tätige (Hebammen, Erzieher/innen, Sozialarbeiter) gewonnen. Sie durchlaufen eine mehrmonatige Schulung zum „Gesundheitstrainer“ und „-mentor“. Anschließend tragen sie Wissen und Kompetenzen in ihr berufliches und privates Umfeld. Typische Themen sind: Wie viel Sport ist für Schwangere richtig? Wie lange soll ich stillen? Wie lange am Tag sollten Kinder Medien nutzen? Welche Ernährung ist als älter werdender Mensch für mich richtig? U. v. a.